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| | Das Ziel von Rotary ist Dienstbereitschaft im täglichen Leben. Rotary sucht diesem Ziel auf folgenden Wegen näherzukommen: |
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| 1. | Durch Pflege der Freundschaft als einer Gelegenheit, sich andern nützlich zu erweisen. |
2. | Durch Anerkennung hoher ethischer Grundsätze im Privat- und Berufsleben sowie des Wertes jeder für die Allgemeinheit nützlichen Tätigkeiten. |
3. | Durch Förderung verantwortungsbewusster privater, geschäftlicher und öffentlicher Betätigung aller Rotarier. |
4. | Durch Pflege des guten Willens zur Verständigung und zum Frieden unter den Völkern durch eine Weltgemeinschaft berufstätiger Personen, geeint im Ideal des Dienens. |
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Rotary wurde am 23. Februar 1905 durch den amerikanischen Rechtsanwalt Paul Harris ins Leben gerufen. Mit drei Freunden gründete er in Chicago eine clubähnliche Vereinigung, die sich - rotierend - wöchentlich im Büro eines der Mitglieder traf. Alle vier Männer, die an der Gründung des ersten Clubs beteiligt waren, hatten verschiedene Berufe. Daraus entwickelte sich die feste Regel, aus jedem Berufszweig stets nur ein Mitglied aufzunehmen. Begünstigt war die Gründung dadurch, daß jeder dieser Männer sich in dieser Großstadt einsam fühlte und Freunde suchte. Darüber hinaus setzten sich die Gründer das Ziel, inmitten des verwilderten geschäftlichen Treibens der schnell gewachsenen Millionenstadt Fairneß durch eigene persönliche Haltung wieder zur Geltung zu bringen. Dieses Ziel und die gewählte Organisationsform für den Club, der sich dann mit dem Größerwerden regelmäßig in einem Clublokal traf, setzten sich rasch auch in anderen amerikanischen Städten durch. Bis 1910 war die Anzahl der Clubs in den USA bereits auf 16 angewachsen, was zur Gründung eines nationalen Verbandes führte. Als Emblem Rotarys wurde das Zahnrad gewählt.
Zwei Jahre später entstanden die ersten Clubs im Ausland. Als Folge wurde 1922 der Name Rotary International angenommen. Der erste Rotary Club in Europa wurde 1911 in Dublin gegründet. Die ersten Clubs im deutschsprachigen Raum waren Zürich (1924) und Wien (1925). In Deutschland wurde der erste Club 1927 in Hamburg durch den Rotary Club San Francisco, der zweite Club in Frankfurt/M. vom Rotary Club Chicago gegründet. 1929 vereinigten sich die deutschen und österreichischen Clubs zum ehemaligen 73. Distrikt. 1938/39 lösten sich die deutschen und österreichischen Rotary Clubs unter dem Druck der nationalsozialistischen Behörden selbst auf. Nach dem 2. Weltkrieg nahm der Rotary Club Frankfurt/M. als erster Rotary Club der Bundesrepublik Deutschland 1949 seine Tätigkeit wieder auf. Pastgovenor Robert Hausmann hatte sich für diese Wiedergründung besonders eingesetzt. Heute zählt Rotry International weltweit, das heißt in 157 Ländern bei mehr als 28.736 Clubs organisiert in 521 Distrikten etwa 1.213.748 Mitglieder. (Stand Juni 1997) |
| Seit Jahrzehnten benützen Rotarier und Rotary Clubs in der ganzen Welt die Vier-Fragen-Probe als Mittel, um Achtung und Verständnis
unter den Menschen zu fördern. Der Rotarier aus Chicago, der die Vier-Fragen-Probe ausgearbeitet hat, beschreibt hier auch deren Anwendung. Er schlägt vor, sich die Vier-Fragen-Probe zuerst einzuprägen und es sich dann zur Gewohnheit zu machen, sich in Gedanken, Worten und Taten daran zu halten. Die Vier-Fragen-Probe dient bereits auf der ganzen Welt in Geschäften, Regierungen und Schulen mit Erfolg als Massstab. Sie ist ein Wegweiser zum richtigen Denken. Wenn man die Vier-Fragen-Probe im Gedächtnis hat und sie im Verkehr mit anderen stets anwendet, wird sie zur Verbesserung und Vertiefung von freundschaftlichen Beziehungen beitragen können. Die Erfahrung anderer hat gelehrt, dass man glücklicher und erfolgreicher wird, wenn man es sich zur Gewohnheit macht, jeden Gedanken, jedes Wort und jede Tat mittels der Vier-Fragen-Probe zu prüfen. |
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| 1. Ist es wahr? | ||
| 2. Ist es fair für alle Beteiligten? | ||
| 3. Wird es Freundschaft und guten Willen fördern? | ||
| 4. Wird es dem Wohl aller Beteiligten dienen? | ||